Eine Geschichte,  50 Jahre Trierer Motorrad Club. 1963, ein weiteres Jahr im Deutschen Wirtschaftswunder, überall geht es den Menschen in der Bundesrepublik wirtschaftlich besser. Wer kann schafft sich ein Auto, gleichgültig in welcher Größe, an. Hauptsache: Ein Dach über dem Kopf! Das war aber nicht für jeden das ersehnte Ziel, im Gegenteil, das Motorrad war für sie das Fahrzeug! Ob für die Fahrt zur Arbeit oder für die Freizeit, für die vom Motorradfahren besessenen, es musste ein Motorrad sein. Die Deutsche Motorradindustrie befindet sich auf dem absteigenden Ast. Einige Hersteller versuchen mit Kleinwagen am leben zu bleiben und stellen nach und nach die Motorradproduktion ein. Seit einigen Jahren liefern aber die Japaner inovative Motorräder nach Europa und Deutschland und ermöglichen  damit den Freunden des Motorrads die Möglichkeit ihren Traum weiter zu verwirklichen. Trotzdem sind sie in der Minderheit und ihre Zahl wird immer kleiner. In einer solchen Situation bietet es sich an, gleichgesinnte in einem Verein zusammen zu führen.  Gemeinsam ist man stark und gemeinsam erträgt man Ausgrenzungen und Diskreminierungen durch andere viel besser. Genau so geht es Motorradfahrern in Trier. Da ihre Anzahl nicht sehr groß ist und fast jeder jeden in der Stadt kennt, kommt es dazu, dass sich einige Männer zusammentun und  überlegen einen Motorradclub in Trier zu gründen. Treffpunkte für Motorradfahrer in Trier waren zu dieser Zeit unter anderen die Gaststätte "Zum Rennfahrer" von Adolf Hisgen und das Gasthaus "Zur Römerbrücke"  von Jacky Thiel.  Zur gleichen Zeit gab es nur amerikanische Motorradclubs in Spangdahlem und Bitburg. Folgend hier zwei Zeitungsartikel über Mindestprofiltiefe und Alkoholtest Schon im August und September 1963 hatten einige Motorradfahrer besprochen in Trier einen Motorradclub zu gründen.  Jacky Thiel der gute Kontakte zu den Amerikanern hatte, lud aus diesem Grund für den Samstag, 09.11.1963 auch die beiden Präsidenten der amerikanischen Clubs zu einem Treffen im Gasthaus "Zur Römerbrücke " ein. Dort hatten sich etwa 25 interessierte eingefunden um über die Gründung zu sprechen.  Es wurde auch in Erwägung gezogen sich einem der amerikanischen Clubs anzuschließen. Zum Beispiel als eine Filiale der "Spang Spinners". Da man zu keinem Ergebniss kam, vereinbarte man ein neues Treffen für Sonntag den 17. November. An diesem Sonntag treffen sich wiederum etwa 2 Dutzend Männer im Gasthaus "zur Römerbrücke". Alle anwesenden sind dafür, in Trier einen Motorradclub als Filiale der Spang Spinners zu gründen. Auch wird bereits ein Vorstand gewählt!!! Es werden gewählt:   1. Vorsitzender     Adolf Hisgen sen.                         (Er soll gleichzeitig Vize Präsident des gesamt Clubs werden!  2. Vorsitzender     Hans Föhr Kassierer              Erich Görgen Schriftführer          Felix Burg Sport Kommissar  Adolf Hisgen jun. Jacky Thiel wird zum Verbindungsmann zu den Amerikanern gewählt. Paul  Bisping sen. zum Verbindungsmann zu französischen Dienststellen. Die Aufnahmegebühr soll 5,00 DM betragen, der Monatsbeitrag 2,00 DM. Es wird beschlossen sich am Sonntag den 1. Dezember 1963 an der selben Stelle, zwecks Clubgründung zu treffen. Um auch noch weitere Motorradfahrer zu informieren wird angeregt, eine Notiz über die geplante Clubgründung in den Vereinsnachrichten des TV zu veröffentlichen. Und dort erscheint dann der folgende Text: Sonntag, der 1. Dezember 1963,  Kegelbahn des Gasthauses "Zur Römerbrücke" in der Karl Marx Straße in Trier. 33 Motorradfahrer folgen der Einladung, es sind: Ackermann, Karl           Adams, Robert               Berg, Karl Heinz                        Bisping, Paul sen.        Bisping, Paul jr.               Böse, Rudolf                 Burg, Felix Rudolf        Föhr, Hans                       Girl, Hans Goergen, Erich             Hartmann, Hans              Hase, Hans Hase, Peter                  Hisgen,Adolf sen.            Hisgen,Adolf jr. Hoffmann, Leo              Huwer, Gerhard              Jutz, Alois      Kündgen, Peter            Lauterbach,Karl               Leidner,Egon Mainzer, Hans              Oberbillig, Dieter              Rausch, Anton Retiene, Hans              Schons, Egon                   Schneider, Hans Steil, Klaus                   Stoffel, Günter                  Thiel, Jacky Tschirschke, Reinhard  Walgenbach, Hermann     Wollscheid, Ewald Alle, außer R. Tschirschke stimmen für die Gründung des TMC und treten dem neuen Club als Mitglieder bei. Als Zweck und Ziel des Clubs werden genannt: Gemeinsame Ausfahrten gemeinsamer Besuch von Veranstaltungen, die Beteiligung an Zuverlässigkeitsfahrten im Gelände und auf der Straße  und deren Organisation. Eine Clubversammlung soll 14 tägig wechselnd in den Gasthäusern "Zum Rennfahrer" und "Zur Römerbrücke" abgehalten werden. Der bereits am 17.November gewählte Vorstand soll auch für den TMC gelten Die Wahlperiode soll für 6 Monate gelten. In den Reihen der Mitglieder befinden sich einige aktive und ehemalige Rennfahrer. Deshalb kann es nicht verwundern, das außer dem Sportkommisar noch zwei Helfer, und zwar Hermann Walgenbach und Dieter Oberbillig gewählt werden. Um etwaige Streitigkeiten zu klären und zu schlichten wird ein Schlichtungsausschuß gewählt und auch bestimmt.  Es sind: J. Thiel, P. Bisping sen., H. Walgenbach und K. Lauterbach. Proteste sollen von D. Oberbillig und H. Walgenbach geklärt werden. Die Kassenprüfung nimmt der Vorstand selbst vor! Gegen 12:00 Uhr schließt der 1. Vorsitzende Adolf Hisgen sen.die Gründungsversammlung des TMC. April 1964 Es wird die 1. Clubfahrt, als Zeitfahrt über 100 km durchgeführt.   Im Juni 64 muß neu gewählt werden, man beschließt, den 1.Vorsitzenden nur noch alle 2 Jahre neu zu wählen. Der restliche Vorstand soll allerdings jedes Jahr neu gewählt werden. Die Clubversammlungen finden nur noch 1 mal im Monat statt. Der 12.Juli, ein schwarzer Tag in der kurzen Zeit des Bestehens des TMC. Schuldlos verunglückt Alois Jutz mit dem Motorrad. Monatsversammlung März 1965 Die Amerikaner teilen den Mitgliedern mit, dass sie nicht weiter Teil der Spang Spinners sein können, weil in amerikanischen Clubs keine deutschen Mitglieder sein dürfen! Das bedeutete die absolute Unabhängigkeit und Selbstständigkeit des TMC